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 Betreff des Beitrags: Im Würgegriff der Zocker
#1BeitragVerfasst: 13. Mär 2013, 20:41 
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Zitat:
Zu groß zum Einsperren:

Der Republikanische Senator Chuck Grassley fragte ihn [den US-Justizminister Eric Holder], warum die Obama-Regierung bislang kein nennenswerten Gerichtsverfahren gegen Finanzinstitute oder deren Vorsitzende eingeleitet habe.
Holder antwortete darauf:
"Ich mache mir Sorgen, dass einige dieser Institute inzwischen so groß sind, dass es für uns schwierig wird, sie strafrechtlich zu verfolgen. Wenn wir sie strafrechtlich verfolgen und wegen Verbrechen anklagen, könnte das negative Folgen auf unsere Wirtschaft haben, vielleicht sogar auf die Weltwirtschaft..."
[...]
Kurz gesagt: sie stehen über dem Gesetz. [...]
:o--o:
https://www.wsws.org/de/articles/2013/0 ... f-m13.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Würgegriff der Zocker
#2BeitragVerfasst: 16. Mär 2013, 18:49 
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Alternativlose Systemrelevanz

Zypern(s Banken) "brauchte(n)" 17 Milliarden EUR.
Mit 10 Milliärdchen ist "man" nun auch zufrieden.
0,2 % macht die finanzielle Gesamtrelevanz
Zyperns im Euroraum aus.
Dennoch erklärte "die Politik" Zypern(s Banken) für "systemrelevant".

Helfe man also Zypern nicht, würden die Anleger und Investo(h)ren nervös, und der Euro könnte kollabieren.
Mit dieser "Argumentation" wird "man" jetzt also immer, jedem und überall "helfen"
müssen. Da man ja bereits unzählige Milliarden hineingesteckt hat in das "System", das sich selbst relevant.

Meine "Prognose":
Das dürfte nun doch mittelfristig der Todesstoß für den Euro sein, denn:
Wer soll das, was da komme, bezahlen. Ja, klar, Deutschland. Und doch, irgendwann ist auch dort die Bonität verramscht.

Mehrere BRD-Politiker wehren sich nun vermeintlich - als Anwälte des kleineren Bürgers - wieder gegen einen neuen "Rettungsschirm". Und wenn dann im Bundestag abgestimmt
wird, nachdem Angela Merkel die Alternativlosigkeit bei gleichzeitiger Systemrelevanz predigte, wird auch jener Schirm brav abgenickt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Würgegriff der Zocker
#3BeitragVerfasst: 17. Mär 2013, 13:18 
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Zypriotische Kleinsparer

Sie fühlen sich nicht verantwortlich für die Mistwirtschaft. Ihnen soll ja jetzt Geld von ihren Guthaben abgezogen werden.
Einerseits empoerend, andererseits ist doch eine Verantwortung auch von "Kleinsparern" gegeben.
Eine Thematik, die sich artverwandt auch in der BRD bald offen zeigen wird, wenn nämlich die bereits verschleuderten Abermilliarden auch nicht mehr durch Bilanztricksereien "ausgeglichen" werden können. Dann wird der Kleinbürger massiv gemolken. Scheinbar, ohne dass er Verantwortung am Desaster hat; und genau dort greift dann die auf den ersten Blick so unbedeutende Wählerstimme: Er hat die gewählt, die das Geld, teils vorsätzlich (zum Beispiel, um ihre Köpfe [be]im "Großen Spiel" zu retten) vernichten.
Vertrauen in die falschen Personen gesetzt also. Und darin befindet sich die Verantwortung jedes einzelnen Wahlurnengängers: Sich, auch intuitiv, seine "Pferde", auf die er "setzt", sehr
genau ansehen. Zumindest künftig...


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Würgegriff der Zocker
#4BeitragVerfasst: 18. Mär 2013, 09:30 
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An sein eigenes Geld, das man der Bank anvertraute, nicht mehr rankommen, nichts mehr abholen können, obwohl man grad nur
100 EUR dringend bräuchte. So geschehend ebengerade in Zypern. Die Banken haben "vorgesorgt", rechtzeitig vor der massiven Krise alle Auszahlungen, ja gar das ganze System, gesperrt. Soviel zum Thema beidseitiges (Banken <=> Kunden) Vertrauen. :D:


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Würgegriff der Zocker
#5BeitragVerfasst: 22. Mär 2013, 23:05 
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Die "Schwäbische Zeitung" vom 21.03.2013 veranschaulicht in ihrer Rubrik "Pressestimmen" mit einem Zitat aus der "Neuen Züricher Zeitung" kompaktgefasst
Zusammenhänge:
Zitat:
Zyperns riskante Geschäfte

Die Neue Zürcher Zeitung zur Ablehnung des europäischen Rettungspakets durch das zyprische Parlament:

"Jahrelang boten die Banken Zyperns ihren Kunden üppige Zinsen für die Ersparnisse, um die angeworbenen Gelder dann mit Vorliebe in Anleihen mit hohen Renditen zu investieren. Zum
Beispiel in jene Griechenlands. (...) Das war lange Zeit für beide Seiten ein äußerst lukratives Geschäft. Leider ignorierten sowohl die Finanzinstitute als auch die Anleger die Risiken. Nun kommt die dicke Rechnung. Wer die Wette eingegangen ist, sollte auch zu ihr stehen."


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Würgegriff der Zocker
#6BeitragVerfasst: 23. Mär 2013, 09:35 
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Jeder Zyprer, vom Baby bis zum Greis, muss etwa 7.000 EUR hergeben, damit Zypern die 5,8 Milliarden EUR für die "Eurogruppe" aufzubringen vermag, damit die 10 Milliarden aus dem "Rettungsschirm" nach Zypern fließen. Würde das dann auch noch irgendwann zurückgezahlt werden wollen, hätte jeder Zyprer nochmal 12.000 EUR ranzuschaffen. Da h(u)elfen eigentlich nur noch Banküberfälle. :D: Denn die ähnlichen Finanzverhältnisse auf die BRD übertragen, hieße das ungefähr: Über's Wochenende eine halbe Billion (!) EUR lockermachen, und dafür
einen Rettungsschirm von 900 Milliarden EUR bekommen.

Die Einwohneranzahlangaben zu Zypern schwanken stark - von 700.000 bis knapp 1,2 Bill...äh....Millionen. Ich rechnete mit Zahlen im unteren (Last-)Bereich. Wenn ich irgendwo eine verlässliche (Einwohner-)Zahl für Zypern herbekomme, gebe ich eine präzisere Rechnung kund. Aber eigentlich ist es egal, kann ja sowieso nicht zurückgezahlt werden, ist also nur für Statistik und Kontoauszüge aus Papier. :D:


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 Betreff des Beitrags: Re: Im Würgegriff der Zocker
#7BeitragVerfasst: 31. Mär 2013, 03:15 
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Zum Heiligen Osterfeste erstmal einen kräftigen
Urbi et
Schweinebraten
!

Und gleich nochmal Zypern:
Schäuble sagt, Zypern sei ein Sonderfall, zum Beispiel in Sache der geplanten 60 % Zwangssteuer auf Guthaben ab 100.000 €. Die Spareinlagen "in Europa" seien "sicher".

Wo liegt Zypern gleich nochmal?! :-oo-:
Erinnert mich nur grad an Norbert Blüms Durchhalteparole
"Die Renten sind sicher."
Ach so: Damit waren nur die Renten der Politikerkaste gemeint.


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