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 Betreff des Beitrags: (2010) Lieder
#1BeitragVerfasst: 11. Sep 2011, 19:50 
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Tiefer Wind

Tiefer Wind, tiefer Wind,
halte ein, dort läuft ein Kind.
Tiefer Wind, ganz geschwind,
denn es ist ein fremdes Kind.

Auf allen Vieren im Sand an der Küste,
und so stur wie ein unzähmbares Rind,
sieht man all zu oft ihre nackten Brüste,
wie sie feurig lüstern schwabbeln tief im Wind.

Tiefer Wind, tiefer Wind,
halte ein, dort läuft ein Kind.
Tiefer Wind, ganz geschwind,
denn es ist ein fremdes Kind.


Doch er hört mich nicht an und weht heftiger,
und die letzte Moral ist nun dahin,
denn sie zieht sich nicht an und kräftiger
gewinnt die Natur ihren offenen Sinn.


Tiefer Wind, tiefer Wind,
halte ein, dort läuft ein Kind.
Doch der Wind, doch der Wind,
hält zu diesem fremden Kind.

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 Betreff des Beitrags: Re: (2010) Lieder
#2BeitragVerfasst: 11. Sep 2011, 20:03 
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Die Fuhrkneipe

Unsern Kneipentrucker Egon kennt man seit einem Jahr,
er fährt die Tour im Westen, ist immer für uns da.
Denn nach der Katastrophe, durch das Nichtrauchergesetz,
haben sie uns Raucher einfach vor die Tür gesetzt.


Ja, die Fuhrkneipe ist ein echter Hit,
und wir fahren alle gerne mit.
Hinten schläft er, vorne fährt er,
mit drei Kumpels wechselt er sich ab.

Drei Kabinen hat das Truckgesicht,
mit zwei Wänden und die sind schalldicht.
Hinten schläft er, vorne fährt er,
vom Lärm der Mitte kriegt er nichts ab.


Nun hieß es, draußen rauchen, in der Kälte zu erfriern,
denn nicht jeder kann mal schnell zum Raucherclub marschiern.
So kam er eines Tages mit der Fuhrkneipe zur Schicht,
man mag uns vieles nehmen, das Rauchen jedoch nicht.


Ja, die Fuhrkneipe ist ein echter Hit,
und wir fahren alle gerne mit.
Hinten schläft er, vorne fährt er,
mit drei Kumpels wechselt er sich ab.

Drei Kabinen hat das Truckgesicht,
mit zwei Wänden und die sind schalldicht.
Hinten schläft er, vorne fährt er,
vom Lärm der Mitte kriegt er nichts ab.


Er sagte, hab gekündigt, und nun hört ihr mir mal hin,
fünf Euro nur pro Monat für Wärme und Benzin.
Wir gröhlten alle lachend, die Politiker rasiert,
hat doch diese Deppen wieder jemand angeschmiert.


Ja, die Fuhrkneipe ist ein echter Hit,
und wir fahren alle gerne mit.
Hinten schläft er, vorne fährt er,
mit drei Kumpels wechselt er sich ab.

Drei Kabinen hat das Truckgesicht,
mit zwei Wänden und die sind schalldicht.
Hinten schläft er, vorne fährt er,
vom Lärm der Mitte kriegt er nichts ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: (2010) Lieder
#3BeitragVerfasst: 11. Sep 2011, 20:36 
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Machs gut II

Längst schon ist es Morgen,
ich hab es nicht gewusst,
hab noch keine Tränen,
nur etwas Überdruss.

Durfte es nicht wissen,
das hab ich heut erfahrn,
nun bist du gegangen
nach sieben harten Jahrn.


Machs gut, bis wir uns wiedersehn,
viel Glück, bei deiner letzten Reise.
Machs gut, ich werds schon überstehn,
doch trotzdem werd ich weinen leise.

Und siehst du jetzt das Paradies,
besuch mich mal in meinen Träumen.
Machs gut, wünsch, dass du glücklich bist,
mit schönen Blumen, schönen Bäumen.



( + 14.01.2010 )

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 Betreff des Beitrags: Re: (2010) Lieder
#4BeitragVerfasst: 2. Dez 2011, 10:36 
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Mensch voller Siegel

Mensch voller Siegel,
du kennst nichts.


Was ich tu ist stets verkehrt,
denn nichts läuft für alle gut,
hör den Wind, der sich beschwert,
so verweht der letzte Mut.

Immer anders als ich denk,
glaub, ich sollte wieder raus,
für die Blumen ein Geschenk,
denn sie machen sich nichts draus.


Schau in den Spiegel,
du siehst nichts,
flüstert die Stimme,
du hörst nichts,
lodert die Flamme,
du fühlst nichts,
Mensch voller Siegel,
du kennst nichts.


Ja, so müsste es schon gehn,
vielleicht klappt es irgendwie,
ohne irgendwen zu sehn,
doch dann heißt es wieder, nie.

Gitarre hab ich nie gelernt,
hab drum keine unterwegs,
jeder Stern ist weit entfernt,
nicht mal Hunger auf nen Keks.


Schau in den Spiegel,
du siehst nichts,
flüstert die Stimme,
du hörst nichts,
lodert die Flamme,
du fühlst nichts,
Mensch voller Siegel,
du kennst nichts.


Rätsel hin und danach her,
wenn die Lösung nicht fällt ein,
Hürden sind manchmal zu schwer,
darum lass ichs wieder sein.

Irgendwann kommt eine Tür,
und dann steh ich still davor,
was kann dieser Mensch dafür,
dreh mich um, geh wieder vor.


Schau in den Spiegel,
du siehst nichts,
flüstert die Stimme,
du hörst nichts,
lodert die Flamme,
du fühlst nichts,
Mensch voller Siegel,
du kennst nichts.


So dreht sich pausenlos der Kreis,
dachte oft, weiß, was ich will,
hör ne Stimme in mir leis,
ohne dich erst wird es still.

So üb ich wieder den Verzicht,
weil das Dasein sich entzieht,
was fällt wirklich ins Gewicht,
alles das, was nie geschieht.


Schau in den Spiegel,
du siehst nichts,
flüstert die Stimme,
du hörst nichts,
lodert die Flamme,
du fühlst nichts,
Mensch voller Siegel,
du kennst nichts.

Schau in den Spiegel,
du siehst nichts,
flüstert die Stimme,
du hörst nichts,
lodert die Flamme,
du fühlst nichts,
Mensch voller Siegel,
du kennst nichts.

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 Betreff des Beitrags: Re: (2010) Lieder
#5BeitragVerfasst: 13. Dez 2011, 04:24 
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Der Draht zu Gott

Wo kommt sie her die Stimme,
und legt sich in die Tiefe,
der Schwingung sanft und zart.

Wer legt nicht Korn und Kimme,
wenn niemand nach ihm riefe,
und wendet sich nicht hart.


Göttlichkeit, Göttlichkeit,
der Draht zu Gott in dir.
Göttlichkeit, Göttlichkeit,
der Draht zu Gott in mir.


Wie kann es nieder kommen,
und zu Gefühlen werden,
was treibt ihn an, den Fluss.

Was hat nie mehr genommen,
von allem hier auf Erden,
als den gebenden Kuss.


Göttlichkeit, Göttlichkeit,
der Draht zu Gott in dir.
Göttlichkeit, Göttlichkeit,
der Draht zu Gott in mir.

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 Betreff des Beitrags: Re: (2010) Lieder
#6BeitragVerfasst: 13. Dez 2011, 04:27 
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Diese Stimme der Leere

Meine Blumen für dich, deine Sehnsucht für mich,
wenn der Tag deiner Liebe ins Niemandsland sinkt.
Deine Stärke allein kann ein Segen schon sein,
doch verliert sie, wenn sie nicht von Hoffnung mehr trinkt.


Diese Stimme der Leere erkennt dich im Sinn,
und sie führt dich ins Land aller Ödnis nun hin.
Kein Erbarmen nun mehr, keine Tränen im Meer,
jedes Wort zeichnet tödlich die Spur schon vom Nichts.
Wenn das Herz bald erfriert, weil der Weg sich geirrt,
wird das Leid dieser Stille ziemlich schwer und dann brichts.


Deine Taten im Blick, die Gefühle ein Trick,
um dem Ende, das doch noch kommt, leis zu entfliehn.
Wo der Wind nicht mehr weht, weil kein Schatten mehr steht,
trägt der Same des Lebens nie wieder Gewinn.


Diese Stimme der Leere erkennt dich im Sinn,
und sie führt dich ins Land aller Ödnis nun hin.
Kein Erbarmen nun mehr, keine Tränen im Meer,
jedes Wort zeichnet tödlich die Spur schon vom Nichts.
Wenn das Herz bald erfriert, weil der Weg sich geirrt,
wird das Leid dieser Stille ziemlich schwer und dann brichts.


Diese Stimme der Leere erkennt dich im Sinn,
und sie führt dich ins Land aller Ödnis nun hin.
Kein Erbarmen nun mehr, keine Tränen im Meer,
und der Tag kommt an dem du bist völlig dann leer.

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 Betreff des Beitrags: Re: (2010) Lieder
#7BeitragVerfasst: 29. Aug 2012, 19:33 
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Für dieses Verständnis fehlt die Tür

Ein Leben, das im Kreise sich windet,
ein Herz, das zu Eis sich wandelnd schwindet.


Es kann nichts dafür, kann nichts dafür,
denn für dieses Verständnis fehlt die Tür.


Es wollte sein wie auch andere sind,
wurd aus der Bahn gelenkt von deren Wind.


Es kann nichts dafür, kann nichts dafür,
denn für dieses Verständnis fehlt die Tür.


So viele Steine auf seinem Pfad,
es gab nicht viel, worum es je bat.


Es kann nichts dafür, kann nichts dafür,
denn für dieses Verständnis fehlt die Tür.


Als das Dunkel kam ward es geschehn,
in seinem Arme blieb es nun stehn.


Es kann nichts dafür, kann nichts dafür,
denn für dieses Verständnis fehlt die Tür,
ja diese Tür......

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 Betreff des Beitrags: Re: (2010) Lieder
#8BeitragVerfasst: 29. Aug 2012, 19:34 
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Kleine Isabell

Kleine Isabell, du musst nicht traurig sein,
doch es ist besser, du lässt mich allein.


Denn hier steht es nun mal geschrieben,
wir beide dürfen uns ja gar nicht lieben.


Kleine Isabell, du musst nicht traurig sein,
doch es ist besser, du lässt mich allein.


Denn jedes Wort von mir an dich,
sei gelogen, weil ich nicht liebe mich.


Kleine Isabell, du musst nicht traurig sein,
doch es ist besser, du lässt mich allein.


Und jede Empfindung und Zuneigung
in Ehrlichkeit sei keine Liebe, nur Denkung.


Kleine Isabell, du musst nicht traurig sein,
doch es ist besser, du lässt mich allein.


Ich lass dich los und komme bloß
niemals wieder, ade, Fräulein Bieder.

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 Betreff des Beitrags: Re: (2010) Lieder
#9BeitragVerfasst: 29. Aug 2012, 19:36 
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Stachelherz

Die Fertigkeit zu lieben habe ich wohl längst verlorn,
und keine Chance auf irgendeinen Anfang,
das Stachelherz in meiner Brust ist auch schon bald erfrorn,
ich war noch nie ein Freund von Sturm und Drang.


Beide zusammen Hand in Hand,
einander akzeptieren wie man ist,
Keine Eifersucht, Rücken an der Wand,
und keine Täglichkeit im grauen Trist.


Mich so zu akzeptieren wie ich bin, war nicht dein Ziel,
denn du wolltest mich nach deinem Bilde ändern,
doch sowas ist für ein verletztes Stachelherz zu viel,
Befehle hatte ich noch niemals gern.


Beide zusammen Hand in Hand,
einander akzeptieren wie man ist,
Keine Eifersucht, Rücken an der Wand,
und keine Täglichkeit im grauen Trist.


Beide zusammen Hand in Hand,
einander akzeptieren wie man ist,
Keine Eifersucht, Rücken an der Wand,
und keine Täglichkeit im grauen Trist.

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